Bachblüten bei Ängsten:

Welche Essenzen dein Kind unterstützen können

Alpträume in der Nacht, Angst vor dem Zahnarzt oder übertriebene Sorge um Geschwister – viele Kinder haben phasenweise Ängste, die manchmal sehr belastend sein können. Mit viel Empathie, Nähe und einer Portion Gelassenheit können Eltern ihre Kinder in solchen Zeiten begleiten. Auch die Bachblüten sind wunderbare Helfer, um das emotionale Gleichgewicht wiederherzustellen.

Bachblüten – das Heilsystem von Dr. Bach

Das Heilsystem wurde in den 1930er Jahren von dem englischen Arzt Dr. Edward Bach entwickelt. Es gibt 38 Essenzen, die aus den Blüten von Wildpflanzen, Bäumen oder Büschen gewonnen werden. Jede Bachblüte steht für einen unangenehmen Gemütszustand – wie etwa auch Ängstlichkeit oder Unsicherheit. Ziel der Einnahme ist es, belastende Gefühle auszugleichen und eine positive Grundstimmung zu fördern.

Die wichtigsten Bachblüten bei Ängsten

  • Aspen (Zitterpappel) ist die richtige Blüte, wenn die Ängste und Sorgen unbestimmt sind. Das bedeutet: Dein Kind kann nicht genau erklären, was ihm Angst macht. Es ist eher wie ein ungutes Gefühl oder eine vage Furcht vor dem Unbekannten. Die Blüte kann zum Beispiel bei Angst im Dunkeln oder Alpträumen helfen.
  • Rock Rose (Gelbes Sonnenröschen) ist die Panikblüte. Sie wird bei starken Ängsten eingesetzt – etwa, wenn dein Kind panisch reagiert oder geschockt ist. Das können furchterregende Träume in der Nacht, nächtliches Aufschreien („Nachtschreck“) oder ein Unfall am Tag sein. Die Essenz kann dabei unterstützen, wieder Ruhe und Mut zu finden.
  • Mimulus (Gefleckte Gauklerblume) ist die Essenz für konkrete, alltägliche Ängste – etwa vor Spinnen oder Hunden, Flugangst, Krankheit oder dem Zahnarztbesuch. Dein Kind kann klar benennen, wovor es Angst hat. Die Essenz hilft, alltäglichen Situationen mit mehr Mut und Kraft zu begegnen.
  • Red Chestnut (Rote Kastanie) ist die richtige Blüte, wenn sich dein Kind um seine Liebsten übertriebene Sorgen macht – etwa um die Sicherheit, Gesundheit und das Wohlbefinden der Eltern und Geschwister, des besten Freunds oder des Haustiers. Die Essenz hilft, die Furcht in die richtige Perspektive zu rücken.
  • Notfalltropfen („Rescue Remedy“): Wenn du dir unsicher über die Auswahl der Blüte bist, kannst du auch auf die Notfalltropfen „Rescue Remedy“ zurückgreifen. Sie sind eine Kombination aus fünf Blüten, die bei Stresssituationen unmittelbar helfen können.

Zur Einnahme:

Bachblüten sind in der Apotheke erhältlich. Du kannst dir eine oder mehrere Essenzen besorgen und zu Hause selbst mischen. Ein 30-ml-Pipettenfläschchen mit stillem Mineralwasser oder abgekochtem Leitungswasser füllen und je zwei Tropfen der ausgewählten Blüten hinzufügen.

Von dieser Mischung nimmt dein Kind viermal täglich vier Tropfen – am besten gleichmäßig über den Tag verteilt. Ein Fläschchen reicht in der Regel für etwa drei Wochen. Die Tropfen sollten kühl und dunkel gelagert werden. Bachblüten sind vollkommen sicher und frei von Nebenwirkungen.

Wichtiger Hinweis:

Viele kindliche Ängste sind Teil der normalen Entwicklung. Sie treten vor allem im Kleinkind- und Grundschulalter auf und verschwinden in der Regel von alleine wieder. Wenn solche Ängste oder auch Alpträume über einen längeren Zeitraum häufig auftreten oder sehr belastend sind, sollte unbedingt ein Kinderarzt oder Heilpraktiker zu Rate gezogen werden. Bachblüten können bei emotionalen Herausforderungen helfen, aber ersetzen keine professionelle Unterstützung.

Weiterlesen

Heike Kreutz

Meine Vision ist, Eltern dabei zu unterstützen, ihrem Bauchgefühl wieder zu vertrauen und Naturmedizin im Familienalltag sicher und selbstbewusst anzuwenden. Ich bin Heilpraktikerin und Mama von zwei Kindern. Als Journalistin schreibe ich am liebsten über Themen wie Gesundheit, Naturheilkunde und Ernährung. Folge mir auch auf Instagram unter @heike.kreutz

Die bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keine medizinisch fachkundige Beratung oder Behandlung von gesundheitlichen Beschwerden. Wende dich bei Beschwerden bitte an deinen Arzt oder Heilpraktiker. Weitere Infos findest du unten im Haftungsausschluss.