Gänseblümchen in der Homöopathie:

Wann die Hebamme gefragt ist

Das Gänseblümchen kennt fast jedes Kind. Das kleine Pflänzchen mit den weißen Blüten hat aber auch in der Naturheilkunde und in der Homöopathie eine lange Tradition. In der homöopathischen Arzneimittellehre wird Bellis perennis unter anderem mit Beschwerden nach der Geburt in Verbindung gebracht.

Was ist das Gänseblümchen?

Das Gänseblümchen (wissenschaftlich: Bellis perennis), im Volksmund auch Tausendschön genannt, ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Sie ist unter anderem in Mitteleuropa heimisch und wächst in erster Linie auf Wiesen, in Gärten und Parks, an Weg- und Waldrändern. Die Blütenköpfe richten sich nach der Sonne und schließen sich in der Nacht und bei Regen.

Das Gänseblümchen in der Naturheilkunde

Das Gänseblümchen hat in der Naturheilkunde eine lange Geschichte. Der Pflanze werden unter anderem wundheilungsfördernde, entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften zugeschrieben. Traditionell wird sie beispielsweise bei Quetschungen und Prellungen und in der Frauenheilkunde zur Förderung der Rückbildung nach der Geburt angewendet.

Das Gänseblümchen in der Homöopathie

In der Homöopathie ist Bellis perennis auch als „kleine Schwester der Arnica“ oder „Arnica der Gebärmutter“ bekannt. Mögliche Anwendungsgebiete sind nach Unfällen und Verletzungen wie Sturz, Trauma und Schlag, auch wenn die Ereignisse bereits länger zurückliegen.

Das homöopathische Mittel gilt zudem als Klassiker bei bleibenden Beschwerden nach der Entbindung, wenn die Mutter seit der Geburt ihrer Kinder nicht mehr wirklich schmerzfrei wird.

In der homöopathischen Arzneimittellehre wird Bellis perennis mit folgenden Merkmalen in Bezug auf Geburtsbeschwerden in Verbindung gebracht:

  • Gefühl von tiefsitzenden Verletzungen, insbesondere im Bereich von Becken, Unterbauch und Steißbein
  • Gefühl der Wundheit („wie zerschlagen“), aber auch von Blutergüssen, Muskelschmerzen und Erschöpfungszuständen
  • Begleitsymptome wie Schlaflosigkeit mit Unruhe und Bewegungsdrang

Kurze Checkliste: Bellis perennis

Beachte:

Es müssen nicht alle Merkmale zutreffen, sondern sie sollten in ihrer Kombination das Gesamtbild der Beschwerden am ehesten widerspiegeln.

Zur Einnahme (nur außerhalb des Wochenbetts!)

Im akuten Fall 5 Globuli Bellis perennis D6 sofort lutschen und die Gabe nach 30 Minuten, nach einer Stunde und nach zwei Stunden wiederholen. Die letzte Gabe erfolgt vor dem Schlafengehen. Falls es in den Folgetagen noch schmerzhaft ist, 3-mal täglich je 5 Globuli in D6 lutschen und bei Besserung ausschleichen lassen.

Zur Einnahme von Globuli

Wichtiger Hinweis zum Wochenbett:

Das Wochenbett umfasst in der Regel die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt. In dieser Zeit sollten müssen Beschwerden im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt oder Wochenbett mit der betreuenden Hebamme oder der behandelnden Ärztin beziehungsweise dem behandelnden Arzt abgeklärt bzw. behandelt werden. Das gilt insbesondere bei anhaltenden oder zunehmenden Schmerzen, Fieber, starken Blutungen, Taubheitsgefühlen, Lähmungen oder anderen ungewöhnlichen Beschwerden.

Jegliche Einnahme von Arzneien, auch homöopathischer, pflanzlicher Präparate oder Tees sollte in dieser besonderen Zeit vorher mit der Hebamme oder der behandelnden Ärztin beziehungsweise dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Die bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine medizinische Beratung, Untersuchung oder Behandlung. Weitere Informationen findest du im Haftungsausschluss.

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Andrea Müssener

Andrea war Krankenschwester, ist Heilpraktikerin und Mama von zwei erwachsenen Töchtern. Als ausgebildete klassische Homöopathin in eigener Praxis brennt sie für die Homöopathie und gibt ihr Wissen als Dozentin und in Blog-Beiträgen weiter.
Mehr über Andrea: www.a-muessener.de

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